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RAD-ROLF2021-08-24T15:37:35+02:00

Projekt Beschreibung

die “Fahrradfritzen” am Rosengarten.

INTERVIEW

Sie haben das Unternehmen von Rolf übernommen, waren jedoch fast von Beginn an dabei. Würden Sie uns ein wenig über die Geschichte erzählen und auch warum Sie sich für die Übernahme entschieden haben?
Rolf arbeitete bereits vorher in einem Fahrradgeschäft hier in Forst. Als Veränderungen anstanden, entschied er sich nach einigen Überlegungen mit seiner Familie zur Gründung eines eigenen Geschäfts. Das war 2010 und seitdem ging es stetig bergauf. Ich bin seit 2011 dabei. In den folgenden Jahren kam immer wieder mal die Frage nach der Übernahme des Geschäfts auf.

Nach einigen Überlegungen entschied ich mich dafür und konnte mich langsam darauf vorbereiten. Ein Handwerksbetrieb kann nicht so einfach übernommen werden. Es sind bestimmte Qualifikationen notwendig und so musste ich erst nochmal die Schulbank drücken und verschiedene Prüfungen ablegen. Die Praxis war kein Problem, aber die Theorie – da saß ich einige Abende vor den Büchern.

Was war die größte Herausforderung bzw. was ist schwierig?
Vor der Übernahme war für mich die größte Herausforderung das Erstellen des Businessplanes. Ich war noch nie gut darin, bestimmte Dinge bis ins Detail auf Papier zu bringen. Es gab zur Vorbereitung einen Lehrgang bei der CIT, der mir weitergeholfen hat und über den ich mit der Unternehmensberatung Jupe & Pohl aus Peitz in Kontakt kam. Ohne die Hilfe und kompetente Beratung von Herrn Pohl wäre die Übernahme nicht so glatt verlaufen.

Nach der Übernahme war es die Umstellung. Vorher waren wir ja immer zu zweit, Rolf im Laden und ich in der Werkstatt, jetzt bin ich meist allein. Der Umgang mit den Kunden macht sehr viel Spaß und ist vielseitig. Allerdings musste ich mich anfangs daran gewöhnen, immer wieder die Arbeit in der Werkstatt zu unterbrechen und für den Kunden da zu sein.

Schwierig dagegen ist es, genügend vorzuarbeiten, damit ich auch im Winter gut über die Runden komme. Denn umso kälter und schlechter das Wetter ist, desto eher bleibt das Fahrrad im Keller. Es ist und bleibt ein Saisongeschäft. In den Wintermonaten ist es mitunter eher ruhig.

Der Internethandel macht den Fahrrad- und Zubehörverkauf schwierig. Mit den Preisen im Internet kann ich, als kleiner Händler, natürlich nicht mithalten.

Konnten Sie vom Boom aufgrund der Corona-Lage profitieren?
Die Statistik für 2020 ist noch nicht erstellt, vom Gefühl her würde ich sagen, dass der Verkauf von Fahrrädern gleich blieb. Allerdings ist die Zahl der verkauften E-Bikes stark gestiegen. Zudem waren sehr viel mehr Reparaturen. Auch der Fahrradtourismus hat spürbar zugenommen.

Was bieten Sie Besonderes an?
Ich biete Rikscha-Fahrten durch den Ostdeutschen Rosengarten an. Das ist eine sehr schöne Tour durch den Park, wobei der Gast vorher bei mir einen Termin vereinbart. Bei der Tour erfahren die Fahrgäste dann ein wenig über die Geschichte, die Rosen und einiges mehr über den Rosengarten. Den Ostdeutschen Rosengarten gibt es bereits seit über 100 Jahren, da gibt es viel Interessantes zu erzählen.
Außerdem biete ich außerhalb der Öffnungszeiten oder am Wochenende einen Notdienst für Radfahrer an. Dieser wird allerdings überwiegend von den Radtouristen in den Sommermonaten genutzt.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Ach, Pläne habe ich viele…
Ich hätte gern ein größeres Geschäft und würde gerne jemanden einstellen. Darüber kann ich aber erst nachdenken, wenn das Geschäft stabiler wird.

Würden Sie sich etwas von der Stadt wünschen?
Für das Geschäft finde ich es sehr ungünstig, ein Parkverbot direkt vor dem Geschäft zu haben. Ansonsten finde ich, die Vermarktung der Stadt sollte besser werden. Die Radtouristen werden meist an der Stadt vorbeigeleitet. Da sollte man sich etwas einfallen lassen, um die Attraktivität zu erhöhen. Forst hat eine interessante Geschichte, die man zum Teil noch sehen kann. Davon würden dann auch die Händler profitieren.

Wie wichtig ist Ihnen Forst?
Meine Wurzeln sind überwiegend in Forst. Bisher war ich nicht weg und würde wirklich ungern weggehen wollen. Heimat ist Heimat.

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Anschrift
Ringstraße 27
03149 Forst (Lausitz)
Kontakt
+49 (0)3562 691759Zur Website
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 9:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 9:00 bis 12:00 Uhr
Branche
Fahrrad- und E-Bikehandel
Fahrradreparatur
Rikschafahrten durch den Ostdeutschen Rosengarten

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