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REISELAND2020-04-23T19:06:51+02:00

Projekt Beschreibung

Reiseträume werden Wirklichkeit

INTERVIEW

Wer hat Sie dazu inspiriert, ein Reisebüro zu eröffnen?

Es war eigentlich ein Schubser meiner Frau. Als nach der Wende immer mehr die Anzeigen in den Zeitungen standen um Reisen zu bewerben, da sagte meine Frau, ich solle doch einmal in das Büro vom Deutschen Frauenbund Deutschland (DFD) gehen. Das habe ich auch gemacht. Ich habe dort ein kleines Büchlein ausgelegt und reingeschrieben, welche Reise möchten Sie denn gerne machen? Dann bin ich einmal die Woche hin und hab durchgelesen, wer hat sich da eingetragen, wer möchte welche Reise machen? Anschließend habe ich mich zuhause hingesetzt, hab telefoniert und so dann die ersten Reisen entwickelt, zusammengestrickt und verkauft. Das war im April 1990. Kurz darauf kam der Bürgermeister zu mir, weil er von Reiseland angeschrieben worden war. Reiseland war damals der erste Reiseanbieter, der in den neuen Bundesländern nach Standorten suchte. Und ohne groß drüber nachzudenken, habe ich mich dazu entschlossen. Schon kurz danach konnte ich im August 1990 mein Reisebüro eröffnen.

Also haben auch Sie im nächsten Jahr ein Jubiläum zu feiern?

Ja, nächstes Jahr sind es 30 Jahre …

Was waren die Herausforderungen?

Es war eine spannende Zeit, heutzutage kann man gar keine Parallelen mehr ziehen. Heute ist man bei der Eröffnung eines Reisebüros viel mehr von bürokratischen Hürden begleitet, als von emotionaler Begeisterung. Anfangs konnte ich die Buchungen früh entgegennehmen und hatte dann mittags immer geschlossen, um nach Hause zu gehen und habe dann zu Hause dann gefühlt 38 mal 0511, die TUI angerufen bis ich dann endlich jemanden dran hatte mit 38 Wählversuchen, um die Reise dann zu buchen. Denn im Büro hatte ich noch kein funktionierendes Telefon. Damals waren die bürokratischen Hürden trotz des Umbruchs sehr viel geringer, als wir uns das vielleicht vorgestellt hatten. Die einzigen großen Herausforderungen waren die technischen Umsetzungen, die im Laufe der Jahre dann kommen mussten, damit man wirklich das schnelle Internet und wirklich alle notwendigen Anbindungen hat, die heute selbstverständlich sind. Die haben aber damals noch nicht existiert.

Haben Sie es mal bereut?

Nein, gar nicht, es macht Spaß, auch wenn ich manchmal unter der zunehmenden Bürokratie stöhne und die Branche nicht mehr so kontinuierlich und zuverlässig wie früher ist. Aber das ist eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Wichtig ist es, dass am Ende unsere Kunden zufrieden sind.

Haben Sie eine spezielle Kundengruppe?

Wir hatten in den Wendejahren, 1990 bis 1995 –98, sagen wir mal 60 bis 80 Prozent Familien und der Rest waren Einzelreisende und das war ein Urlaub im Jahr. Dann wurde es langsam aufgeweicht, dann wurden es dann zwei oder drei Urlaube im Jahr, die nicht mehr drei Wochen waren, sondern mal zwei, mal eine und so weiter, dann wurde es verkürzter, und der Familienanteil ist jetzt auf der anderen Seite, meistens sind es jetzt Paare oder Einzelreisende und die Familien sind der kleinere Teil von der Prozentquote.

Wollten Sie mit dem Reisebüro mal woanders sein?

Nein, weil ich von den Gegebenheiten hier in Forst sehr begeistert war. So sind wir sehr gut klargekommen, es war ein gutes Geben und Nehmen. Man konnte bei Sorgen reden, ob es Stadtverwaltung oder andere bürokratische Partner waren, die zustimmen mussten. Es war immer eine offene Tür da. Und die Forster sind sehr, sehr reiseinteressiert. Ich ziehe immer wieder den Hut vor den Forstern.

Adresse
Berliner Straße 17
03149 Forst (Lausitz)
Kontakt
03562 98080Zur Website
Öffnungs­zeiten
Montag bis Freitag: 9 Uhr bis 18 Uhr
Samstag: 9 Uhr bis 12 Uhr
Branche
Reisebüro

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